
Gartenmöbel-Ausstellung 2019 eröffnet
Die neue Liebe zum Garten
„Der Frühling ist da!“ Unter diesem Motto versammelten sich Gäste, Freunde und Partner, um bei strahlendem Sonnenschein die neue Gartenmöbel-Ausstellung in den Wetscher Wohngalerien zu eröffnen.
Einrichtungsexperte Martin Wetscher begrüßte Lasse Noerbaek, den Repräsentanten des international renommierten Outdoor-Möbel-Herstellers Gloster. Im Gespräch über die aktuellen Trends kam Norbaek zu folgendem Fazit: „Der Outdoor-Bereich rückt immer mehr in den Fokus des Interesses. Auffällig und nicht nur dem guten Wetter des letzten Jahres geschuldet, ist die neue Liebe zum Garten als Erholungsort abseits des stressigen Alltags. Outdoor is the new Indoor.“
← Alle Fotos dieser Seite entstanden in der neuen Gartenmöbel-Ausstellung in den Wetscher Wohngalerien.
Das Zimmer unter freiem Himmel
Die Menschen investieren gerne und in wachsendem Maße in Outdoor-Möbel. Man sammelt Dekorationen, Gefäße und Pflanzen für das Zimmer unter freiem Himmel. Der Frühling setzt seine Segel in Form moderner Beschattungsanlagen. Darunter gruppieren sich Flechtmöbel, Kissen und Leuchten mit starken Farben und schlichtem Design. Das Draußen ist ein herrlicher Ort zum Entspannen, der Garten ist der perfekte Platz, um der Hektik des Alltags zu entfliehen. Natürlich muss auch diese Art von Erholungsraum geplant werden – und ausgestattet mit gleichermaßen ästhetisch ansprechendem wie widerstandsfähigem Mobiliar. Das ist im Frühling 2019 alles verfügbar – in trendigen Designs und natürlich in bester Qualität. Warum soll also nicht das erweiterte Wohnzimmer in gleich sorgfältiger Weise geplant werden wie die Innenräume?


Hochwertige Materialen, robust und funktional
Hochwertige, robuste, funktionale Materialen sind für draußen ein Muss – die neuen Gartenmöbel sind wasserdicht, wasserfest und UV-lichtbeständig. Moderne Textiltechnikverfahren und erstklassige Verarbeitung machen es möglich. Gartenmöbel müssen nicht nur schön sein, sie müssen auch der täglichen intensiven Nutzung standhalten , denn das moderne Gartenverständnis schließt einen geradezu leidenschaftlichen Gebrauch dieses Lebensraumes naturgemäß mit ein.


Stil, Design und Wertigkeit
Viel Neues bei den Stoffen im Frühjahr 2019: Die neuen Polster- und Kissenbezüge transferieren Stil, Design und Wertigkeit der Materialien aus dem Wohn- oder Esszimmer direkt ins Freie. Dennoch sind sie den Gegebenheiten gewachsen. Der Beanspruchung durch Sonne, Hitze und Regen halten die robusten Gewebe Stand und bei Verschmutzung sind sie allesamt leicht zu reinigen. Billig ist out – Gartenmöbel heutigen Formats sind von besonderer Herkunft, besonderer Qualität! Die neuen Stoffe für Outdoor-Möbel erreichen nun zudem einen Sitzkomfort, wie man ihn sonst nur von hochwertigen Indoor-Marken gewohnt ist. Beständig sind die Materialien, die für Corpus, Boden und Tisch verwendet werden: Rattan-Geflecht, hochwertig gebürstetes Metall und Teakholz schaffen Wohnlichkeit und Stabilität im „Zimmer unter freiem Himmel“, das so vielen Zwecken dient.

Urban Gardening und Outdoor Homing
Der Gartenmöbelmarkt profitiert vom Trend zum Outdoor Homing und Urban Gardening. Im Rahmen der neuen Geselligkeit in den eigenen vier Wänden gewinnt auch der Garten nicht nur als Ort der Ruhe und Entspannung an Bedeutung. Das Zimmer unter freiem Himmel dient als sozialer und kommunikativer Treffpunkt, aber auch als Nahrungsmittelmanufaktur: Welcher Ort eignet sich besser, um Obst, Gemüse und Kräuter möglichst biologisch anzubauen, als der eigene Garten?

Sommerliche Lebensqualität
Kochen, Grillen und Picknicken im eigenen Garten ist für viele der Inbegriff sommerlicher Lebensqualität. Die Outdoor-Küche 2019 lässt keine Wünsche offen, Qualität und Auswahl sind auch hier nun auf Indoor-Niveau. Top-Produzenten, wie etwa der schwedische Küchenbauer Röshults haben den Garten längst für sich entdeckt. „Ein Gefühl, ein Stil und ein Treffen zwischen zeitloser Eleganz und perfektem Komfort haben uns eine exklusive Kollektion beschert“, erklärt Röshult-CEO Martin Bornström und ermutigt die Gartenfreunde zur Individualität: „Kreieren Sie Ihr eigenes Stück, wählen Sie jedes Einzelteil aus und stellen Sie es zusammen, um es Ihrem Lebensstil anzupassen.“


Wetscher und die starken Marken
Qualität drückt sich aus in gehobenen Standards hinsichtlich Verarbeitung und Design. Wetscher zeigt deshalb eine ganz besonders sorgfältig ausgesuchte Selektion hochwertiger Gartenmöbel von Gloster, Dedon, Kettal, Weishäupl, B&B Italia Outdoor oder Roda. Eine solche Markenvielfalt unter einem Dach ist einzigartig!
Aber am besten überzeugen Sie sich selbst – wir freuen uns auf Ihren Besuch in den Wetscher Wohngalerien.
IMM cologne 2019
Minimal, das war einmal
Ist in Köln Messezeit, dann trifft sich die Welt in der Stadt am Rhein. Multikulturelles entdeckte ich auch hinsichtlich der Trends auf der diesjährigen imm cologne, die von von 14.-20. Jänner auf dem Kalender steht. Ein Lebensgefühl stilvoller Eleganz war zu erspüren auf der größten Einrichtungsmesse Deutschlands mit ihren über 1.200 Ausstellern sowie knapp 150.000 Besuchern.
Auf der internationalen Einrichtungsmesse imm cologne zeigen Trendsetter und junge Kreative aus 50 Ländern die Wohnideen des kommenden Jahres. Keine andere Messe bildet die internationale Welt der Einrichtung so umfassend, kompakt und strukturiert ab. Interessantes Add-on im heurigen Jahr: Die Küchenmesse Living Kitchen, welche die aktuelle Auflage der Kölner Schau komplettiert. Martin Wetscher war vor Ort und analysierte Atmosphäre und Tendenzen auf einer Messe, die den Wandel der Zeit reflektiert und den aktuellen Zeitgeist widerspiegelt.
© Bilder und Text Martin Wetscher


Lebensfreude, Buntheit und Eleganz
Die Welt wird da und dort wieder bunter, man erlebt Vielfalt statt strenger Reduktion. Raus aus dem Designdiktat, der Wohnstil 2019 befreit sich von der Geisel schmaler, dunkler Fugen , dem „zu wenig“ oder den weißen Kuben und allzu scharfen Kanten. Es geht wieder mehr um Unterschiedlichkeit, um Wärme und ums „Mensch sein“. Spaß und Lebensfreude sind angesagt. Was sich in den Abfragen im Rahmen der „Wetscher Wohnstilanalyse“ virtuell bereits abzeichnete, wurde nun – auf großer Fläche ausgestellt – optisch und haptisch erfassbare Realität: Vorbei die Zeit des Purismus – in Köln lebt man den neuen Lifestyle voll neuer, leichter Eleganz.
Möbel für Menschen
Vorsichtiger Mut zur Farbe ist spürbar auf der imm cologne 2019 – nicht beliebig und wild, sondern bewusst und elegant. Senfgelb und Ziegelrot gesellen sich zu den Grün- und Blautönen der letzten Jahre und alles hat Struktur: Vertäfelungen, Tapeten, Wandbespannungen – es bleibt kein weißer Fleck. Die Möbel werden wieder an die Menschen angepasst, sind bequemer und ergonomischer als zuletzt. Bauhaus, die Reduzierung auf die klare Form, ist 100 Jahre nach seiner Erfindung nicht explizit en vogue. Viel spielerischer ist der Umgang und eleganter in Material und Zusammenstellung. Die Welt wird durchaus bunter – aber immer in einem eleganten, bewusst abgestimmten Stil.



Man mischt die Welt und stellt sie ins Freie
Ethno und Outdoor bestimmen den Zeitgeist. Man verwendet Muster und Farben aus verschiedenen Kulturen – man zelebriert die Unterschiedlichkeiten der Welt auf allen Ebenen. Kleinmöbel wie Beistelltisch und Hocker gruppieren sich lebhaft und bunt um das größere Mobiliar. Und all das spielt sich mehr und mehr im Freien ab: Das ‚Draußen‘ wird nun endgültig mit derselben Sorgfalt wie das ‚Drinnen‘ eingerichtet. Die großen Marken zeigen allesamt den Trend zur gehobenen Qualität im Outdoor-Bereich.



Familientreffen in Fügen: Minotti kommt
Fazit: Wohnen hat für die Menschen unverändert hohen Stellenwert, immer noch geht es um Rückzug und die Sehnsucht nach Luxus und Komfort. Zudem fällt auf, dass sich gerade im Premiummöbelbereich vielfach familiengeführte Unternehmen durchsetzen. „The management of style is familiy based“, bringt es Alessandro Minotti auf den Punkt. Das Mailänder Familienunternehmen ist diesbezüglich Paradebeispiel auf der aktuellen imm cologne. Im internationalen Wettbewerb zählen Leidenschaft, Herzblut, Familiensinn und Tradition. Das Haus Minotti und Wetscher teilen diese Werte und pflegen eine langjährige freundschaftliche Verbindung. Das 70-Jahr-Jubiläum von Minotti und die Eröffnung dessen aktueller Ausstellung in Fügen sind folglich das Motto des großen Minotti-Events am Abend des 25. Jänner in den Wetscher Wohngalerien. Alessandro Minotti persönlich wird Gast und Laudator sein.
Jetzt zum Event anmelden:

Martin Wetschers Trendnotizen
Maison & Objet 2018
Sie ist eine der weltweit wichtigsten Möbelmessen, die Paris alljährlich zum Mekka des Designs und des Interieurs macht. Heuer waren mehr als 3.000 Aussteller – 600 davon zum ersten Mal – auf dem 130.000 m2 großen Messeareal vertreten. Martin Wetscher war vor Ort, um den Status Quo am internationalen Möbelmarkt zu erheben und die aktuelle Grundstimmung einzufangen. Dabei entdeckte er viel Farbe, wenig Überraschendes und attestiert der diesjährigen Schau den Mut zu kurzfristigen Moden.
Fotos & Bericht: Martin Wetscher
Was ist neu?
Erstmals war heuer auf der Möbelmesse Paris ein eigenes Areal unter dem Motto „Was ist neu?“ anzutreffen. Dort präsentierte man eine Auswahl der Must-Haves der Saison, in Szene gesetzt von den Trendsettern Elizabeth Leriche, François Bernard und François Delclaux. „In Paris laufen die Fäden für Mode und Stil, für Farbe und Form zusammen und spinnen sich zu einem ganz neuen Gesamtbild“, analysiert Martin Wetscher und fährt einschränkend fort: „Aber die heurige Messe beweist einmal mehr: Nicht jedes Jahr läutet eine ganz neue Innenraum-Ära ein.“


Explosion an optischen Reizen
Wie jedes Jahr bot Paris eine wahre Explosion an optischen Reizen: Rosa- und Grüntöne, die das Fachpublikum schon von den letzten Einrichtungsmessen kennt, waren omnipräsent. Mal heller, mal dunkler, spannen beide Farben gekonnt ihren komplementären Bogen. Rosa verbindet sich gerne in klarer Geometrie, in strengen Schnitten – diese Farbe ist die „strenge Französin“, jede noch so kleine Nuance wahrnehmend. Die Dominanz der Grüntöne ist ein Ausdruck der augenscheinlich immer stärkeren Sehnsucht nach Natur, die sich auch in den prominent vertretenen Sand- , Erd- und Holztönen widerspiegelt.

Mut zur Farbe allerorts
Keine Wand ohne Farben, Bilder, Tapeten – überall die schrägsten Dekorationen – Sofas, Kissen, Decken und Felle. Auf der Maison & Objet herrschte Mut zur Farbe. Bei den Accessoires fielen die kostbaren Gläser und Vasen mit kantigen Schliffen auf – diese changierenden Farben wie Opal und Weiß, aber auch Aschgrau, Metallic sowie Schwarz gesellten sich zu all den bereits bekannten Couleurs. Bernstein war in seiner Häufigkeit besonders auffällig, ebenso stachen Plüsch und Fransen dem geschulten Betrachter ins Auge. Teppiche sind jetzt nicht mehr erhabene Einzelgänger. Vorbei die Klassifizierungen nach Provenienz und Portemonnaie: Perser, Berber oder Bestellware – Teppiche aus allen Zeiten und Moden erleben ein ungeahntes Revival, werden Teil einer einzigen Raumkonzeption.


Die Wärme des Sommers konservieren
Die Natur bot vielfach Inspiration: Exotisch fremd und wild oder ganz sanft als Erinnerung an den letzten Sommer. Mit dem Blau der Bretagne, einem mediterranen Türkis, glänzendem Muschelkalk und unzähligen warmen Farben von Sand schufen die Gestalter Innenräume, die das Lebensgefühl von Urlaub in den Wohnzimmern der Städter zu konservieren scheinen.
Kurzfristige Moden – langlebige Qualität
Martin Wetschers Fazit aus dem diesjährigen Messebesuch: Paris zeigte etwas weniger Ernsthaftigkeit, mehr Mut zu kurzfristigen Moden und langfristiger Qualität. Es gibt den Wunsch nach Materialität und Nähe, aber auch die eindeutige Tendenz zu Komfort mit Stil. Die anspruchsvolle Aufgabe erfahrener Innenarchitekten ist es, aus dieser nahezu unüberschaubaren Vielfalt an schönen Dingen individuell für jeden Menschen eine Wohnumgebung zu schaffen, die ihn trägt, hält und im besten Falle auch ein wenig augenzwinkernd karikiert.


Salone del Mobile Milano 2018
Facettenreichtum und feinstes Handwerk
Mehr als 300.000 Besucher und 2.000 Aussteller: Alljährlich trifft sich die Crème de la Crème der internationalen Einrichtungsbranche auf der „Salone Internationale del Mobile“ in Mailand.
Von 17. bis 22. April 2018 war die 57. Auflage der Messe erneut Treffpunkt für Trendscouts, Designer und Unternehmer der internationalen Möbelszene. Einrichtungsexperte Martin Wetscher hat aktuelle Tendenzen unter die Lupe genommen.
© Bilder und Text Martin Wetscher
Kontinuität im Stil – Innovation im Detail
Ein eindeutiger Megatrend lässt sich nicht benennen – es gibt wirklich alles und jeder Trendtext in jede Richtung würde seine Bestätigung bei einem der 2.000 Aussteller finden. Auf höchstem Niveau wird in Mailand vielmehr die Weiterentwicklung im Detail zelebriert mit Stil, feinstem Handwerk, noch mehr Facettenreichtum und Vielfalt, im Kontrast von noch mehr Hell und Dunkel. Die Raumstimmung werde heuer von gedeckten Farben bestimmt, Hölzer kommen in Natur oder gebeizt zum Einsatz. Ein Changieren der Kontraste, eine Ausdehnung der Bronzetöne bis hin zum Kupferrot, ein Braun in eleganten Cognactönen. Weiterhin hoch im Kurs ist bei den Trendsettern der unverrückbare Anspruch nach Hochwertigkeit. Dies gilt im Hinblick auf die handwerkliche Qualität wie für die verwendeten Werkstoffe gleichermaßen: Stein und Marmor, Glas und Stahl – Mailand zeigt die selbstbewusste Verbindung edelster Materialien. Verstärkt sieht man Kupfer und Messing, verspielt in ihren Ausführungen und in der Verarbeitung matt, glänzend oder patiniert. Was sich von der letztjährigen Trendmesse ebenfalls gehalten hat, ist Grün. Frisches, junges Grün wie das von jungen Blättern, dunkles, sattes Grün wie das von Nadelhölzern. Durchgesetzt haben sich zart schimmernde Pastelltöne sowie Akzente in Blau, Rot und Rosa.



Identität und Haptik als Gegenpol zur virtuellen Welt
Die dominant-disruptive Technologie unserer Zeit – das Internet – dürfte der Auslöser für eine neue Bodenständigkeit sein: Die virtuelle Welt, in der wir viel Zeit verbringen, scheint ihren Gegenpol zu verlangen. Daher ist Haptik von besonderer Relevanz, denn viele Materialien zeigen durch Herkunft und Entstehung eine unverwechselbare Identität. Ein Selbstbewusstsein, das sich auf Grundsätze wie Tradition, Perfektion in der Handwerkskunst und Kunstfertigkeit in der Herstellung bezieht. Die Formensprache vieler großer Marken zeigt sich reduziert, knüpft stark an „die Moderne“ an, besticht jedoch mit Verarbeitungsraffinesse. Möbel und Einrichtungsgegenstände sind einerseits raumbeherrschend groß wie die Sofas von Minotti oder Flexform, andererseits gab es noch nie so viele kleine Möbel – sie versammeln sich wie eine Kinderschar um die großen, weichen Sofas.
In unterschiedlichen Höhen und Härtegraden erfüllen diese Ensembles vor allem auch soziale Komponenten: Das Sofa von heute lädt zur sozialen Interaktion – zwingt gar zur Gruppierung. Eine Metapher für reales ‚social meeting‘, statt dem ständigen ‚social media‘. Die Formensprache der Entwürfe wird vielfach runder, öffnet sich in Richtung Bewohner. In diesem Kontext lassen sich auch wieder bootsförmig gebogene Tischplatten entdecken, in Halbkreisen oder zumindest abgerundeten Enden. Die kantige Tafel ist passé.
Wohnküchen mit höchster Detail- und Materialverliebtheit
Die im 2-Jahresrhythmus stattfindende Eurocucina bestätigte eine bereits beobachtete Tendenz: Die Küche wird offen in den Wohnraum geplant und damit noch wohnlicher. Aufgrund der offenen Raumstrukturen fließen Küche, Essbereich und Wohnzimmer nahtlos ineinander, werden einerseits noch stimmungsvoller inszeniert und lassen andererseits Einbaugeräte hinter Fronten aus Holz oder Stein verschwinden. Besonders deutlich wird diese Entwicklung beim Hersteller Poliform, der seine Küchenfirma Varenna auch gleich namentlich in sein Wohnprogramm geholt hat. Verstärkt nimmt man auch die Einflüsse aus Profiküchen wahr: Übergroße Kühlzonen und Weinschränke oder professionelle Herdsysteme halten in Privatküchen Einzug, die so immer stärker zum häuslichen Kommunikationszentrum, aber auch zum Repräsentationsmittelpunkt avancieren.


Das Draußen schließt zum Wohnraum auf
Lounge-Möbel, geflochtene Korbsessel, bunte Kleinmöbel für den Balkon – im Trend sind Outdoor-Möbel, die Standard und Komfort des Indoor-Bereiches ins Freie transferieren. Auf der Salone zeigten darum viele Hersteller entsprechend hochwertige Möbel für den Garten, die Terrasse oder den kleinen Stadtbalkon. So war Dedon mit der neuen Kollektion AIIR vor Ort – eine Linie, die den klassischen Schalensessel neu interpretiert und ihm vertikale Ausschnitte an der Rückenlehne hinzufügt.

Fazit: Vielfalt allerorts – Überblick durch kompetente Beratung
2000 Aussteller ließen in Mailand einmal mehr eine nahezu unendliche Vielfalt zwischen Design, Architektur, Mode und Handwerk entstehen. Eine Auswahl, die auch überfordern kann und stilsichere Planung durch erfahrene Einrichtungsexperten erfordert. Die schönsten Eigenheime repräsentieren die Individualität und die Persönlichkeit der Bewohner. Gerade angesichts der grenzenlosen Möglichkeiten wird Einrichten zum kreativen Prozess, der im engen Austausch mit erfahrenen Innenarchitekten am besten gelingen kann!

Gartenmöbel-Ausstellung eröffnet!
Gartenmöbeltrends 2018
Wenn Wetscher zum traditionellen Gartenfest lädt, dann räumt selbst der hartnäckigste Winter das Feld: Zahlreich und bestens gelaunt fanden sich Gäste, Partner und Freunde der Wetscher Wohngalerien am Samstag, 24. März, bei strahlendem Sonnenschein in Fügen ein und gemeinsam wurde die neue Gartenmöbel-Saison 2018 eröffnet.
Einrichtungsexperte Martin Wetscher stellte Outdoormöbel höchster Qualität vor – anspruchsvoll und interessant war auch der Impulsvortrag von Verpan-CEO Peter Frandsen. Die Verner-Panton-Ausstellung wurde zeitgleich im Designmuseum „Wetscher Braukeller“ eröffnet.
Das Sommergefühl von draußen mit dem Komfort von drinnen
Da in unseren Breiten der Sommer oft kurz und daher kostbar ist, ist es umso wichtiger, den Garten bzw. die Terrasse bewusst zu gestalten. Die Wetscher Gartenmöbelausstelllung zeigt die neuen Outdoormöbel internationaler Topmarken wie Dedon, Roda, Kettal, Gloster, Weishäupl, B&B Italia Outdoor oder Minotti. Eine solche Markenvielfalt unter einem Dach ist einzigartig.



Das Wohnzimmer im Freien
Die aktuellen Kollektionen können es in Sachen Komfort und Funktionalität mit jeglichem Indoor-Mobiliar aufnehmen. Eine Verschmelzung von Außen- und Innenbereich ist nach wie vor Trend. Das Wohnzimmer wird ins Freie verlegt, Terrasse, Balkon oder Garten zur individuellen Rückzugsoase, die mit der gleichen Sorgfalt geplant wird, wie wir auch unsere Innenräume einrichten. Wichtig ist nur, dass die Materialien wetterfest sind. Angesagt sind Möbel aus Rattan-Geflechten, aus hochwertig gebürstetem Metall oder aus Holz, das auch rauen Witterungen standhält. Komfortabel müssen sie sein, die neuen Gartenmöbel. Gebaut für viele alpine Sommer.


Veni vidi Verpan
Kunstinteressierte Gäste konnten sich anlässlich des Wetscher Gartenfestes auch vom Design der Verpan-Klassiker überzeugen und lauschten besonders interessiert den Ausführungen von Verpan-CEO Peter Frandsen. Dieser hielt einen Impulsvortrag zum Leben und Schaffen des Designers Verner Panton. Frandsen porträtierte den legendären dänischen Künstler und erläuterte die Formensprache des generell bekannt innovativen dänischen Designs. Die Verpan-Ausstellung im Designmuseum „Wetscher Braukeller“ ist einmalig in Art und Umfang im deutschsprachigen Raum und noch bis Ende des Jahres in den Wetscher Wohngalerien zu sehen.
Impressionen vom Wetscher Gartenfest 2018
Edles Design, saisonale Gerichte und kühle Drinks
Neben der Präsentation der aktuellen Gartenmöbeltrends wurde auch kulinarisch die warme Jahreszeit eröffnet: Thai-Curry und Spargelrisotto sowie edle Tropfen wurden den zahlreich erschienenen Gästen kredenzt. Diese exklusive Mischung sorgte einmal mehr für gute Laune und eine unvergleichlich relaxte Sommerstimmung!
→ Klicken Sie auf die Bilder um eine größere Ansicht zu erhalten!
IMM cologne 2018
Kölner Trendspaziergang
Oder die Suche nach der Frage: Ist „Blau“ eine warme Farbe? Die „imm cologne“ war auch 2018 einmal mehr Branchentreff für Architekten, Designer, Einrichter und viele Medienleute. Spürbar in diesem Jahr: Die formale Suche nach Gemütlichkeit und Komfort – ganz abseits lästiger Funktionen – aber auch nach Entschleunigung und Halt.
Woher kommt diese Sehnsucht nach Bodenständigkeit, nach Gemüt, nach Echtem? Wer ehrlich ist, gibt zu, dass ihn das heutige Leben stresst. Schon eine Minute nach dem Aufwachen haben die allermeisten Menschen ihr Smartphone in der Hand. Unsere multiplen Sehnsüchte provozieren die permanente Dauerablenkung. Vor lauter Möglichkeiten verlieren wir uns.
© Bilder und Text Martin Wetscher


Organische Formen mit haptischer Qualität
Daher erinnert sich der Mensch in seinen besten Jahren gerne zurück und sehnt sich nach Bewährtem – Schallplatten, Oldtimer und Filterkaffee haben Hochkonjunktur und beim Wohnen sind es Modelle aus einer vermeintlich guten alten Zeit. Vintage-Look, Retro, Boho-Stil, Mid-Century-Design. In der virtuellen Wirklichkeit steht Echtes wieder hoch im Kurs. Für zwei Drittel der Deutschen muss die eigene Wohnung Gemütlichkeit ausstrahlen. Mit einer organischen Formensprache, authentischen Materialien, warmen Farben geht das für die meisten Menschen besser, als mit schlichten, kantigen und kühlen Möbelentwürfen. Und wir wollen uns auch weiterhin komfortabel betten in oftmals rauen Zeiten. Der Trend zum Boxspingbett hält sich so beharrlich – unsere Sehnsucht nach übereinanderliegenden Matratzen, die selbst kapriziöse Schlafnaturen verzaubern.

Viel Massiv- und Altholz – die Renaissance der „Älpler“
Wie sich der Qualitätsanspruch im Detail präsentiert? Durch eine ganz klare ordnungsliebende Liniensprache, die auf den ersten Blick sauber und beruhigend wirkt. Auf den zweiten Blick aber offenbart sich in Material und Oberfläche ein aufwändiger Luxus mit höchster haptischer Qualität. Begreifbar, edel und verzaubernd und manche Kombination mit gerade so viel neckischem Humor, dass sich unser getriebenes Gemüt zu einem stillen Lächeln hinreißen lässt. Weich, nachgebend, gefühlvoll soll sich alles anfühlen. Es gilt im Polster zu versinken. Und wer gedankenverloren seine Hände schweifen lässt, spürt viel Kord, Samt und Seide. Massivholz, Altholz, Metall und Stahl sind in einer überraschenden Vielfalt und faszinierendem Variantenreichtum da, als wolle man es uns Älplern besonders Recht machen.

Wunderschöne wetterfeste Outdoor-Möbel
Die Qualität des Wohnraums hat sich konsequent nach draußen entwickelt. So setzen die Outdoor-Möbelhersteller einen der Höhepunkte in diesem Jahr in Köln. Gloster und Dedon zeigen sich im Teakrausch mit feinem Handwerk im Sesselbau. Auch hier zählen in erster Linie Bequemlichkeit, Komfort und guter Stil. Und fast alle Pölster und Stoffe präsentieren sich regentauglich und wetterfest – und sind so auch für einen Tiroler Sommer geeignet. Auch der Katalane Kettal aus Barcelona, ein echtes Traditionsunternehmen mit Obsession zur Perfektion und Mut zur Farbe, überzeugt in Köln mit wunderschönen Möbeln für den Garten und die Terrasse.



Mehr Mut zur Farbe
Farblich bedient man sich wieder aus einem breiteren Spektrum, hat mehr Mut und schminkt sich damit zurück ins hippe Lebensgefühl der 70iger. Das blaue Farbspektrum von Europablau über Hellblau, Türkis zu Petrol bleibt beliebt. Blau steht für Harmonie, wirkt seriös und hat eine beruhigend-angenehme Wirkung. Als neue Farbe kommt Olivgrün. Es steht für Natürlichkeit, Frühling, Hoffnung, Gesundheit, Jugend, Natur und Vegetation. Aber Oliv ist nicht knallig, sondern mit seinem Grauanteil eher leise und unauffällig. Im Trend: Grün in allen Spielarten großblättriger Pflanzen, Gelb so grell wie Sonnenlicht, aber auch poetische Pastelltöne, Rosa, Blau und verführerische schwarze Changierungen. Was sich länger schon hält, sind alle Farben heimischer Massivhölzer, diese warmen gelb-braunen Honigtöne zusammen mit sicher mehr als 50 Schattierungen von Grau. Genau diese farblosen Töne sind die Gentlemen der schrillen Farben, geben ihnen Bühne, Halt und Rahmen. Erst in dieser Gemeinsamkeit kommen auch die zarten Farben zur Geltung.
Und die Zukunft?
Und wo bleibt der digitale Zeitgeist? Der wird fein, nicht spürbar verpackt. Smart Home – technisch präzise umgesetzt, niemals aufdringlich, unsichtbarer Komfort. Versteckt in Schrankseiten und Fachböden. So lenken zarte LED-Lichtbändern – Fach für Fach bestens dosiert – den Blick des Bewohners. Wie überhaupt Licht und Leuchten und damit auch die digitale Bequemlichkeit fast still und heimlich sich einen viel größeren Platz in der Welt der Einrichter gesichert haben. Licht, besonders gebrochen durch mundgeblasenes Glas, verleiht Materialien und Oberflächen einen besonderen Zauber.


Individualität braucht kompetente Planung
Der Trendspaziergang in Köln offenbart einmal mehr eine unglaubliche Vielfalt – einzelne Mega-Trends dominieren nicht. Viele sich parallel entwickelnde Vorlieben sind aufzuspüren und es gilt, jene auszuwählen, die einem selbst guttun. Individualität ist damit wieder einmal der vielzitierte Begriff vieler Trendberichte, die schon während der Messe erscheinen.
Wer also nicht langfristige Investitionen der Vorliebe des Augenblicks unterwerfen will, muss schürfen und seine eigenen Bedürfnisse behutsam freilegen. Erst der Blick aufs nackte, ungeschminkte Wohnbedürfnis, auf die echte Person und ihre Vorlieben ist die wichtigste Voraussetzung für eine gute Wohnraumplanung. Bei Wetscher entkleiden wir die kurzlebigen Vorlieben mit einer eigenen internetbasierten Wohnstilberatung. So zieht über kompetente Beratung und Innenarchitektur beglückende Individualität in die eigenen vier Wände ein.
So wird das Einzelne zuletzt im Ganzen, in seiner Gesamtkomposition wahrgenommen. So stellt sich niemals die Frage, ob „Blau“ eine kalte oder warme Farbe ist. Alles wird möglich durch Kompetenz. Im Zusammenspiel von eigenem Geschmack und gekonnter Kombination.
Wetscher Wohnstilanalyse

Die neuesten Wohntrends aus der Hauptstadt des Stils
Maison & Objet 2017
Paris gilt als Hauptstadt des Stils – und auch dieser Tage wurde die pulsierende Metropole ihrem Ruf mehr als gerecht. Die führende Fachmesse Maison & Objet lockte einmal mehr zahlreiche internationale Besucher und Vertreter der Interieur-Branche in die Stadt an der Seine. Und eines fällt dabei ganz besonders auf – das eigene Heim muss nicht nur praktisch sein, sondern auch hochdekorativ und mit luxuriösen Materialien eingerichtet.
Fotos & Bericht: Martin Wetscher
Tapeten feiern ihr Comeback
Die Zeit der weißen Wände ist vorbei – und somit auch die Zeit von kühlem Design. Ob in Form von exakten, geometrischen Mustern, die Ordnung und Halt ausdrücken, oder in verschiedensten Varianten unberührter Natur: Zartblättrige Pflanzen, paradiesische Blüten oder Dschungeloptik zieren in Zukunft als Tapeten die eigenen vier Wände. Das Dschungelthema dehnt sich in eine gewisse Faszination des Fremdartigen aus. Ganze tropische Wälder finden sich zusammen mit farbigen Papageien oder wilden Affen an die Wand geklebt. Nicht zufällig findet gleichzeitig mit der Fachmesse in Paris eine Ausstellung über afrikanische – ozeanische Kunst statt.


Idealisierte Natur
Weiters wird der Fokus auf starke Farbakzente gesetzt. Ob Grün, Gelb oder Blau – je bunter, desto besser. Farben, die an exotische Früchte erinnern, spielen eine wesentliche Rolle im Sortiment der Inneneinrichter. Auch Flamingo Pink ist heuer mehr als angesagt. Natur wird idealisiert und soweit in unsere Räume hereingeholt, als sie uns hilft, unsere Vorstellung einer heilen Welt zu zeigen. Echte, unberechenbare Natur muss jetzt aber draußen bleiben – fremde Welten finden sich in Form von Dekorationen wieder.

Paris lädt zu verschiedenen Themenwelten
Die Sehnsucht nach Natur und das damit verbundene Verlangen nach Ruhe und Ursprünglichkeit zeichnet nicht nur den größten Wunsch des urban lebenden Menschen aus, sondern entspricht auch dem vielerorts sichtbaren japanischen Einfluss. Beispielsweise der trendige Concept Store ‚Merci‘ macht es vor: Ruhige Formen und Farben, inspiriert von japanischem Ambiente, zieren bereits ganze Abteilungen. Geheimtipp dabei ist japanisches Geschirr und Textil, das trendige Must-Have unter Interieur-Experten.
Dem markantesten Trend der Pariser Messe ist heuer ein ganz besonderen Bereich gewidmet: Frei nach dem Motto „Rein in die Komfortzone“ spiegelt die „Comfort Zone“ den Gedanken des gemütlichen und sicheren Wohnens wider. In der aktuell instabilen Welt, in der wir leben, wird die Sehnsucht nach einem sicheren Rückzugsort immer stärker. Der Trend geht weiterhin zum sogenannten „Cocooning“: Mehr und mehr sehnen wir uns nach gemütlichen Wohlfühl-Oasen, die uns ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit geben.


Probier‘s mal mit Gemütlichkeit
„Cozy“ muss es daher sein, nicht nur vom Gefühl her, sondern auch auf den ersten Blick. In dieser Themenwelt auf der Pariser Messe finden sich modern geschnittene, kostbar im Material und handwerklich verarbeitete Oberflächen in ganz neuen Verbundstoffen wieder. Weiters spielen Glanz und Transparenz eine wesentliche Rolle. Es wird dabei auf warme Farben gesetzt – verschiedene Pudertöne, Rosé, Gold, Kupfer und Messing liegen dabei weit vorne im Rennen.
Neues Raumgefühl mit Altholz
Weniger ist jedoch mehr, Zurückhaltung ist angesagt. Dafür wird aber viel Wert auf luxuriöse Materialien gelegt. Werkstoffe werden dabei oft in ihrer Ursprünglichkeit belassen. Im Trend liegt auch immer noch die funktionale Optik des Maschinenzeitalters: „metallern“ und schwarz. Auf die schlichte Funktion, auf das Einfachste reduziert. Eine Premiere in den Hallen des Parc des Expositions war dabei das Altholz – so wie es auch für die alpinen Chalets bei Wetscher verwendet wird, denn zum ersten Mal wurde Altholz als Material sichtbar und bewusst inszeniert.

Salone del Mobile Milano 2017
Weltenvielfalt, Natur und gemütliche Moderne
Einrichtungsexperte Martin Wetscher bringt die neuesten Trends der Mailänder Möbelmesse 2017
← Martin Wetschers Videobericht zur Salone del Mobile 2017!
Gipfeltreffen der internationalen Einrichtungsszene
Die Salone Internazionale del Mobile ist ein Höhepunkt im Terminkalender für alle Vertreter der Interior-Branche. Über 2.000 Aussteller präsentierten bei der 56. Auflage des internationalen Branchentreffs ihre Design-Innovationen in Mailand.
Von Mailand aus werden Trends rund um den Globus getragen. Mehr als 300.000 Besucher haben sich vom 4. bis 9. April wieder beim weltgrößten Schaufenster für Design-Innovationen renommierter Interior-Labels, Möbelhersteller und Nachwuchsdesigner inspirieren lassen.


„Die Moderne erfährt eine neue Gemütlichkeit, die Natur ist weiterhin Inspirationsquelle für die Farbgebung und eine kulturelle Vielfalt hält Einzug ins eigene Heim.“
Martin Wetscher


Schamlose Lebensfreude und Natur
Raumhohe, frische Pflanzen zieren die „Saloni“, die weltweit wichtigste Einrichtungsmesse, und zeugen vom Verlangen nach der aufladenden Kraft der Natur. Sofas und Kissen in Samt und Seide – die Farbe Grün ist in diesem Jahr allgegenwärtig und bringt eine Aufbruchsstimmung mit sich, eine natürliche Neugier und vor allem eine Sehnsucht nach schamloser Lebensfreude. Gerade als Kontrast zum reinen Weiß, das sich heuer wieder über Wände, Decken und Nischen erstreckt und dem Licht eine reflektierende Bühne bietet.
Eleganz und Opulenz
Es entsteht eine elegante, fast spirituelle Weite – ein schöner Kontrast zum frischen Waldgrün und jenen Braun-, Beige- und Grautönen, die die Einrichtungsbranche heuer wieder der Natur abgeschaut hat. Auch elegantes Dunkelbraun, Schwarz und Grau – gerne auch in Hochglanz – kommen reichlich zum Einsatz, etwas opulent und an Dekadenz grenzend. Die aus der letzten Saison bekannten Rottöne – vom eleganten Rotton über Rostfarben bis Flieder – beleben weiterhin als gezielte Farbtupfer die Wohnungen, ergänzt von Cognac Braun und einem frischen, leuchtenden Gelb oder einem stimmungsvollen Ocker.


Gemütliche Moderne in neues Licht getaucht
Die befreiende und klare Formensprache, der wir im letzten Jahrzehnt mit Romantik und Retro den Garaus gemacht haben, meldet sich zurück und lädt mit ihrer Klarheit und ihrem ansteckenden Selbstbewusstsein ein. Diesmal aber ganz ohne Plastik und industrieller Uniformität. Stattdessen sind besondere Materialien und begreifbare Oberflächen gefragt. Eine neue Moderne der Gemütlichkeit entsteht, sinnlich elegant, oft durch einen Touch von Handwerk. Dazu passend verleihen unsichtbare Lichtsysteme aus Decken, Fugen und Kanten den bekannten Innenräumen neue Gesichter. Die klassischen, verspielten Leuchten verkommen zur Dekoration.

Vielfalt der Welt
Großformatige und ausdrucksstarke Mal- und Fotokunst mit ornamentalen oder graphischen Motiven fangen den Blick, dramatisieren Achsen und verleihen den Räumen Bedeutung. Sofas, Bildschirme und Bilder werden immer größer. Kostbar gefertigte Klein- und Beimöbel aus edelsten Materialien machen sich dazwischen wie eine Schar Kleinkinder und geben Wohnaccessoires und Dekorationen eine angemessene Bühne. Hier ist Kreativität erlaubt. Fantasiehafte Schmetterlinge, rosarote Flamingos oder ein Patchwork archaisch-afrikanischer Ornamente spiegeln die schöne Vielfalt der Welt wieder und zieren auch Tapeten und leichte Vorhänge. Dieser Mix an Kulturen macht eigentlich alles möglich: einfarbig und bunt, Plastik und Holz, Hochglanz und naturbelassene Oberflächen. Diese Freiheit kann auch überfordern und macht die stilsichere Auswahl durch einen erfahrenen Möbelhändler besonders wichtig.


Schön ist, was einem selbst entspricht
Einrichten ist kein ständiger Prozess. Zum schön Wohnen gehört auch der Mut, sich begleiten zu lassen. Von erfahrenen Innenarchitekten, die an der Person und einer ihr entsprechenden Wohnung ein großes Stück mehr interessiert sind, als an einer abstrakten Stilschule. Schön ist, was einem selbst entspricht, was einen ankommen und ausruhen lässt und einen ganzen Menschen ausmacht. Denn die eigene Wohnung ist eine ganz persönliche Welt.

imm cologne 2017
Den Wohntrends auf der Spur
Der Wohnstil ist eine Frage des Charakters. Diesem Individualismus frönt auch das neue Möbel-Jahr, das mit einer gewissen stilistischen Freiheit aufwartet…
© Bilder und Text Martin Wetscher

„Jeder, wie er will“
Vom 16. bis 22. 01. 2017 finden in Köln die alljährliche imm cologne und die Küchenmesse Living Kitchen statt. Die internationale Einrichtungsmesse ist die bedeutendste ihrer Art und zählt um die 80.000 Besucher aus der Möbel- und Einrichtungsbranche.
„Jeder, wie er will“ lautet heuer die Devise. Es gibt kein ‚richtig‘ oder ‚falsch‘. Materialien mischen sich und Stile existieren nebeneinander. Regeln und Überzeugungen weichen dem persönlichen Ausdruck des Wohnenden. Wohnen ist so persönlich, wie nie und genießt wieder einen hohen Stellenwert. Man ist gewillt wieder mehr zu investieren, um sich seine einzigartige Wohlfühloase zu schaffen.


Die neue Wohnlichkeit & die kleinen Dinge im Leben
Das eigene Zuhause gilt als Ort des Rückzugs. Dort ist man geborgen, geschützt vor der hektischen Welt da draußen. Man schließt die Türe und lässt alles hinter sich. Diese Sehnsucht nach Idylle und Heimeligkeit lässt die 50er Jahre wieder aufleben. Retro ist in, wenn auch in einem etwas zeitloseren, unprätentiösen Stil. Die lange geächteten Tapeten, Teppiche und Textilien erleben somit ein echtes Revival. Steriles Design hat ausgedient, es darf wieder stark ‚menscheln‘. Egal ob bunte Vasen, prunkvolle Schalen oder nostalgische Kerzenhalter – Dekoobjekte und Accessoires spiegeln den Charakter des Bewohners wider und einzelne Objekte dürfen ins Rampenlicht gerückt werden.
Während das Wohnzimmer immer stärker zum privaten Rückzugsort mutiert, verlagert sich das Zentrum sozialer Interaktion zunehmend in die Küche. Längst werden hier nicht mehr nur Speisen zubereitet. In modernen Häusern werden Küchen zum Wohnraum hin offen geplant, das gibt der Innenarchitektur freilich einen ganz neuen Spielraum, sich zu entfalten. Die Küche wird immer aufwendiger gestaltet und wird zum neuen Repräsentationsraum.

Zurück zur Natur, aber bitte mit Hightech!
Authentizität ist das Schlüsselwort der Gegenwart. Gefragt ist alles, was ehrlich und echt ist. Und das führt uns zurück zum Ursprung: Edle Naturmaterialien wie Holz, Wolle, Filz oder Leder verleihen dem Interieur einen Hauch von Bodenständigkeit und Eleganz. Von der Natur in die eigenen vier Wände, und dabei am besten handgemacht.
Stromsparende LED-Technik füllt die Räumlichkeiten mit der Poesie des Lichts. Mundgeblasene Glaslampen, klassische Luster modern interpretiert oder als schlichtes Leuchtmittel im urban chic – die ökologisch nachhaltige Technologie macht den Einsatz von Licht als Stilmittel immer beliebter.


Shades of green, grey and red
Farblich präsentiert sich die Möbelwelt heuer in einem Reigen an Grüntönen: von einem zarten Mint über ein sattes Grasgrün bis hin zum edlen Taupe – Natürlichkeit ist wieder in und findet sich in allen Möbeln, Dekoobjekten, großflächig an Wänden, aber auch verstärkt in Stoffen und Tapeten wieder. Frisch und luftig, ja fast skandinavischen Flair versprühend, mischt sich das Grün mit einem Blau und gibt die intensiven Farben des Meeres wieder.
Auch pragmatische Klassiker wie Schwarz und Weiß kehren mit ihrer Vielfalt an Grauschattierungen zurück in die Wohnzimmer. Das reine Weiß tritt dabei oft in Begleitung zarter Pastelltöne auf und erzeugt ein eher traditionelles, auf grundlegenden Werten basierendes Lebensgefühl. Absolute Hingucker zaubert man heuer in rot. Als dekoratives Kissen oder als Statement in Form einer Vase, der intensive Farbton mischt den Wohnalltag auf und wirkt belebend.

Einrichtungstrends 2017?
Trends reagieren auf Sehnsüchte der Gesellschaft. Aber nicht jeder Trend, passt auch zu jedem Typ Mensch. Ein krampfhaftes ‚in sein‘ bringt den Verlust von Authentizität und damit Wohnqualität mit sich. Die Kunst der Innenarchitektur besteht darin, den Menschen und die zu gestaltenden Räume miteinander in Beziehung zu setzen. Das setzt nicht nur ein Wissen über Ästhetik, Design und Materialkunde voraus, sondern auch ein Feingefühl für Menschen.


Trendbericht von Martin Wetscher
Maison & Objet 2016
Die pulsierende Messe Maison et Objet Paris – ein internationaler Hot Spot für Einrichter, Designer und Einkäufer – bot auch in diesem Jahr einen umfangreichen Überblick über die aktuellen Trends bei Möbeln, Heimtextilien und Dekorationsartikeln. Mit dem Thema „House of Cards“ präsentierte die etablierte Fachmesse in diesem Jahr eine spannende Welt voller Zeichen, Formen, Farben und Geschichten, welche durch die Ästhetik und elegante Dramatik der Brett- und Glücksspiele inspiriert ist.
Fotos: Martin Wetscher
Nebeneinander von Stilen und Epochen
Paris zeigte sich im überzeichnenden Spiel von Zeiten und Stilen mit einer nie dagewesenen Vielfalt aus Farben, Formen und Mustern. Aristokratisches Rosa, Grün in allen Tönen und ein Wald von großblättrigen Pflanzen finden sich ebenso wie Luxus bis zur Grenze der Unvernunft mit edlem Handwerk, Glanz und Glitzer. Der Plastik-Trend aus den 60iger Jahren, die Klassik und die funktionale Optik des Maschinenzeitalters mischen sich mit Sinnlichkeit und morgenländischer Exotik und existieren neben Schwarz & Weiß, einer strengen Geometrie und wie immer viel Natur. Neu ist der Mix und das gleichzeitige Nebeneinander vieler Stile und Epochen. Damit feiert der Retro-Geist einen Höhepunkt. Einen roten Faden – Gemeinsamkeiten von Farbe, Stil oder Produktidee – sucht man in der neuen, aktuellen Designvielfalt vergeblich.



Fixer Bestandteil Tapete
Fixer Bestandteil bleibt auch weiterhin die Tapete für innen und außen mit Struktur, Ornament, Grafik oder einem täuschend echt wirkenden Foto. Mit diesem Dekorationselement wird der schmale Wandstreifen hinter dem Ruhesessel im tiefen 3D-Druck schon einmal zur optischen Bücherwand. Zurück ist ebenso die schachbrettartige Grafik mit sich endlos wiederholenden, kleinen und scharfkantigen Mustern, die zu einfach und zu banal ist, um als Ornament bezeichnet zu werden.
Designpurismus weicht Stilmix
Die Zeit des reinen Designpurismus ist vorbei. Im neuen Trend heißt es mit dem Reichtum der Materialien und mit den vielfältigen neuen Verarbeitungstechniken umzugehen. Stoffe, Decken, Felle, Kissen, Samt & Seide, Glas, Metall, Stein und Holz werden handwerklich wie maschinell zu neuen Kostbarkeiten kombiniert. Die Zeiten der eindeutig zuordenbaren Wohnstile sind vorbei. Jetzt ist ein Mix aus unterschiedlichen Zeiten und unterschiedlichen Stilen angesagt, der jedoch nicht Alles und Jedes beinhaltet, sondern mehr ein Einst und Jetzt. Das Ergebnis ist eine ganz neue, Gemütlichkeit, die abseits von Schrankwand und sich wiederholender, fader Farbe mit Wärme, Eleganz und einem Hauch von Exotik eine Prise Sinnlichkeit versprüht.
Die Räume, in denen wir leben, sind höchst persönlicher Schutzanzug, aber auch Spiegel unserer Zeit. Wohnräume in der heutigen Zeit sind keine linearen, berechenbaren Lebensläufe oder Fortsetzungen des immer Gleichen , sondern spiegeln Menschen mit all ihren Facetten und ihren unterschiedlichen Erfahrungen wider. Der rote Faden – Gemeinsamkeiten von Farbe, Stil und Produktidee – ist nur mehr im Bewohner selbst zu finden.


Raumstimmung für unterschiedliche Tageszeiten
Licht übernimmt die dirigierende Rolle im Innenraum. Es wird verspielt, gestalterisch als Kerzenlicht oder als technisches Licht in schmalen Diodenbändern eingesetzt, welche Raumkanten schärfen oder schwere Kuben schweben lassen. Auch hier ist das Ziel, die Gemütlichkeit und eine Stimmung für unterschiedliche Tageszeiten und Bedürfnisse herzustellen.
Von Paris ins eigene Wohnzimmer
Um in dieser neuen Fülle an Dekorations- und Gestaltungsmöglichkeiten das Passende für den individuellen Wohnstil auszuwählen, braucht es häufig die unterstützende Hand eines Innenarchitekten. Denn nur wenn sich die innere Werthaltung im unmittelbaren Wohnumfeld manifestiert, entsteht ein Gefühl von ‚Zuhause‘. Einen Wohnraum einzurichten, der die Persönlichkeit seiner Bewohner widerspiegelt, das ist die Stärke und das Ziel der Wetscher Innenarchitekturberatung.

Wohnstilanalyse